Juwelen vom Bodensee
118 Bodensee Der Bodensee hat seine größte Breite mit etwa 14 Kilo- meter bei Kressbronn und Langenargen bis hinüber zum schweizerischen Ufer bei Rohrschach. Schloss Montfort, das Wahrzeichen von Langenargen, sieht fast aus wie ein Schloss aus 1001 Nacht. Es wurde von 1861-1866 von württembergischen König Wilhelm I. im maurisch-orien- talischem Stil erbaut und diente ihm als seine Sommer- residenz. ImMittelalter stand dort einst die ehemalige Wasserburg und später das Schloss Argen der Grafen von Montfort. Der württembergische König Wilhelm I. formte auch die heutige Stadt Friedrichshafen, indem er das Klos- ter Hofen und die Stadt Buchhorn im Jahre 1811 vereinte. Nach der Auflösung des Klosters Hofen ließ er die ehema- ligen Konventsgebäude zur Sommerresidenz ausbauen. Das Schloss ist bis heute der Wohnsitz der Württembergs, die zwar heute kein Königreich mehr besitzen, aber immer noch zu den reichsten Adelsfamilien Deutschlands gehören. Die um 1700 erbaute Schlosskirche mit den beiden 55 Meter hohen Kuppeltürmen zählt zu den berühmtesten Bauwerken des oberschwäbischen Barocks. Die Kuppel- türme gelten als Wahrzeichen Friedrichhafens, das heute mit dem Messegelände und dem Flugplatz das wichtigste Industriezentrum am Obersee ist. Die Fähre verbindet als „schwimmende Brücke“ die Zep- pelinstadt Friedrichshafen mit dem gegenüberliegenden schweizerischen Ufer. Viele Denkmäler erinnern bis heute an Ferdinand Graf von Zeppelin, dem Pionier der Luftschiff- fahrt. Er startete am 2. Juli 1900 sein erstes „Luftschiff Zeppelin“ von Friedrichshafen aus zum Jungfernflug. Seither ist Friedrichshafen bekannt als „Wiege der Luft- schifffahrt“ und der Fliegerei bis heute eng verbunden. Nach fast sechzigjähriger Unterbrechung stieg der neue Zeppelin NT (Neue Technologie) am 18. September 1997 wieder zu seinem Jungfernflug in Friedrichshafen in die Blick von Kressbronn auf den Säntis
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