Juwelen vom Bodensee

32 Lindau D er in Polen geborene Alfred Opiolka kam bereits im zarten Alter von 9 Jahren ins Allgäu. Dort hatte er das Glück, schon mit 16 Jahren Schüler des Kunstmalers Franz Weiss in Kempten zu werden, bei dem er ab 1976 eine Ausbildung in Fassadenmalerei und Grafik machte. Im Jahre 1981 machte sich Alfred Opiolka als Künstler freiberuflich selbstständig. Neben Werbe- grafik und Illustrationen, Fassaden- und Wandmalereien, mit denen er sich schwerpunktmäßig in den ersten Jahren beschäftigte, folgten verschiedene Ausbildungen energeti- scher Art, wie in Feng-Shui, I Ging und Bio-Geometrie. Seine erste Galerie eröffnete er 2004 in Kempten, gefolgt von der Allgäuer-Art-Galerie in Wertach/Allgäu. Im Jahre 2017 zog es ihn an den Bodensee und er fand im bayerischen Städtchen Lindau sein neues Zuhause. In der Schneeberg- gasse auf der Insel Lindau fand Opiolka die passenden Räumlichkeiten, in denen sich heute die Galerie befindet. Beim Betrachten seiner Bilder scheint ein sanfter Wind- hauch die filigranen Gräser zu umspielen und mittendrin tummeln sich als Sinnbilder für Wandlung und Entfaltung, tanzende Schmetterlinge, „Freudlinge“ wie Opiolka sie nennt. Und es ist, als höre man in der von Ruhe geprägten Szenerie ihr glückliches Lachen und ihren Flügelschlag. Wie Heinrich Heine so passend schrieb: „Der Schmetterling ist in die Rose verliebt, umflattert sie tausendmal, ihn selber aber, goldig zart, umflattert der liebende Sonnenstrahl“. Die zarten Geschöpfe lassen sich auf Grashalmen nieder, biegen sie unter ihrem Gewicht zärtlich und rahmen so das oft erst auf den zweiten Blick erkennbare, menschliche Antlitz ein. Mit starker Symbolkraft locken die Bilder den Betrachter, das Verborgene, das Wesentliche zu finden. Jedes Detail ist eine Hommage an die Schöpfung, ein Gebet, ein Dank. Der Mensch selbst in seiner göttlichen Sinnlichkeit ist Baustein des großen Ganzen, oft zwischen Allgäuer-Art-Galerie in Lindau Alfred Opiolka „Beseelte Natur“, Vexierbilder von

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