Juwelen vom Bodensee

Pfahlbauten Meersburg D as kleine, malerische Städtchen Meersburg verdankt seine historische Pracht den Fürst- bischöfen von Konstanz, die die kleine Stadt nach der Reformation zu ihrem Exil erwählten. Meersburg besticht mit seinen mittelalterlichen Häusern, verwinkelten Gassen, mit Türmchen und Toren. Es liegt direkt oberhalb des Sees an einem steilen Rebhang. Hoch über dem See erhebt sich die markante Meersburg und ist das Wahr- zeichen der Stadt. Die Fürstbischöfe ließen auch im 18. Jahrhundert das barocke Neue Schloss erbauen, da das Alte Schloss aus dem 7. Jahrhundert ihnen nicht prächtig genug erschien. Das Alte Schloss ist die sagenumwobene Meersburg, die dem Städtchen einst den Namen gab. Es soll der Sage nach vom Merowingerkönig Dagobert im 7. Jahrhundert erbaut worden sein, der massive Dagobertsturm kam erst im 12. Jahrhundert dazu. Seit der Säkularisation ist die Burg in badischem Staatsbesitz. Die berühmte Dichterin Annette von Droste-Hülshoff verbrachte auf der Burg ihre letzten Jahre bis zu ihrem Tod am 24. Mai 1848. Im Alten Schloss sind einige Zimmer im Südturm, die noch so erhalten sind, wie die Dichterin sie bewohnte. Ihre Wohnräume und das Sterbezimmer können bei einem Rundgang besichtigt werden. Ein Burgmuseum, ein Verlies, eine Folterkammer, eine alte Burgküche und eine Waffensammlung sind zu bestaunen und lassen das Mittelalter wieder lebendig werden. Das heutige Burg-Café befindet sich in einem großen barocken Saal und diente den Fürsten einst zur Entdeckungen entlang des Badischen Bodenseeufers 134 Badischer Bodensee

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